Rassismus

Auch bei diesem Begriff ist die Definition etwas schwierig, denn es gibt keine universell anerkannte! Darüber hinaus wird eine lebhafte Diskussion zum Gebrauch des Wortes “Rasse” engl. “racial” geführt. Außerhalb rassistischer Ideologien findet der Begriff nur Anwendung um Pflanzen und Tiere zu klassifizieren.

Menschen, die aus einem anderen Kulturkreis kommen, reagieren sensibler auf Rassismus als die Menschen, die ihre kulturellen Wurzeln in Deutschland haben. Es ist eine Frage der gefühlten Identität und der jeweiligen Wahrnehmung. Auch im beruflichen Umfeld findet diese Form von Diskriminierung statt.

Entstehung des Begriffes Rassismus / Rassismustheorie

Der Begriff Rassismus entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Politische Strömungen und Konzepte wurden auf "wissenschaftlichen" Rassentheorien aufgebaut. Man stützte sich auf rassistische Lehren, die davon ausgingen, dass die Weltbevölkerung von Natur aus in verschiedene "Rassen" unterteilt sei und das diese "natürliche Einteilung" unumstößlich sei.

Die sogenannten "Rassen" wurden hauptsächlich aufgrund physischer Merkmale wie der Hautfarbe, Kopfform und der Behaarung unterschieden. Daneben wurden Unterschiede im Charakter und bei Fähigkeiten verknüft. Rassentheorien gingen von direkter oder indirekter Höher- und Minderwertigkeit der Menschenrassen aus. 

Diese Ansichten gelten seit den 1990er Jahren als überholt bzw. unhaltbar. Genetische Untersuchungen ergaben, dass ein Afrikaner mit einem Europäer unter Umständen mehr genetische Gemeinsamkeiten haben kann als zwei Europäer aus demselben Dorf. Somit macht der Begriff Rasse keinen biologischen Sinn.

Dennoch erleben und erleiden heute täglich Menschen in allen Ländern die Auswirkungen von Rassismus. Das bedeutet, dass die damaligen Theorien auch heute noch in den Köpfen einiger "Rassisten" existieren.

 

Rassismus existiert ...

... und hat dabei verschiedene Ebenen, z.B. eine

  • persönliche Ebene: Einstellungen, Werte, Überzeugungen

  • zwischenmenschliche Ebene: Beziehungsfähigkeit

  • kultuerelle Ebene: Werte und Normen eines sozialen Gefüges

  • institutionelle Ebene: Gesetze und Vorschriften

 

Rassismus liegt vor, wenn... 

...bestimmte Merkmale von Menschen, wie z.B.

  • Hautfarbe

  • Herkunft

  • Geschlecht usw.

mit bestimmten Eigenschaften gekoppelt werden, wie z.B.

  • geistige Fähigkeiten

  • kriminelle Energie

  • sexuelle Neigung usw.

und diese Verbindung und Verallgemeinerung abwertend eingesetzt wird.

 

Alltagsrassismus …

...liegt vor, wenn in einem ständigen Prozess bestimmte Redewendungen und Ausdrücke etabliert sind und als völlig normal betrachtet werden. Dabei wird der Sachgehalt der Aussage nicht mehr hinterfragt und unterschwellig als Wertung geduldet, z.B.:

  • Diese Abrechnung ist getürkt ...

  • Das kommt mir spanisch vor ...

  • Wir sind hier doch nicht im Busch ...

  • Mach mal keinen Negeraufstand ...

  • Ich bin doch nicht dein Neger ...

  • Wer hat Angst vorm schwarzen Mann ...

  • Negerkuss ...

  • Hier wird gemauschelt ...

  • Ich habe zwar nichts gegen Ausländer, aber …

 

Antirassismus-Training

Rassismus und Ausgrenzung lassen sich nicht von jetzt auf gleich aus der Welt schaffen. Das braucht viel Zeit, Sensibilität und Aufmerksamkeit. Es gibt keine einfachen Rezepte und Allheilmittel dagegen. Dennoch lässt sich mit kleinen Schritten viel erreichen. Niemand wird als Rassist geboren. Darin besteht eine Chance.

Durch ergänzende Begleitung kann menschenverachtenden Einstellungenen entgegen gewirkt werden. 

Projekte oder spezielle Trainings sind kleine Schritte. Gerade hier leben und lernen Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf engstem Raum und über eine längere Zeitspanne zusammen.

 

Im sozialen Miteinander dieser Zweckgemeinschaft spiegelt sich auch der gesellschaftliche Alltagszustand.

Die Schulphase ist besonders nachhaltig prägend und stellt einen eigenen Wert für die Entwicklung der persönlichen und sozialen Einstellungen dar.

 

In angeleiteten Trainingssequenzen kann ausprobiert werden, was gut und was weniger gut ist. Kontroverse Prozesse werden pädagogisch begleitet ohne dass die Konflikte wegdiskutiert werden. Rückmeldungen aus den eigenen Reihen der Klasse sind ganz besonders wirksam und verstärken die Lerneffekte.

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